Mikrotraumata

Was versteht man unter Mikrotrauma?

Vielleicht wurdest du als Kind nicht wirklich gesehen. Du musstest dich ständig anpassen. Du wurdest oft kritisiert, überhört, übergangen oder hast gelernt, dass deine Gefühle, Bedürfnisse oder Grenzen weniger wichtig sind.

Oft sind es scheinbar kleine, alltägliche Momente ohne Dramatik, die Spuren in der Kindheit hinterlassen.

In solchen Erfahrungen entstehen oft innere Überzeugungen wie:

  • Ich bin nicht wichtig.
  • Ich muss funktionieren.
  • Meine Bedürfnisse zählen nicht.
  • Ich bin zu viel – oder zu wenig von irgendetwas.
  • Ich bin nicht gut genug, so wie ich bin.


Das Tückische daran: Mikrotraumata wirken meist nicht über das Gedächtnis, sondern über das Nervensystem; über Körperempfindungen.

 

Vielleicht kennst du dieses Gefühl:

  • Du möchtest dich zeigen – und hältst dich zurück.
  • Du möchtest für dich einstehen – und wirst stattdessen still.
  • Du reagierst stärker, als du eigentlich möchtest.
  • Oder du spürst: So wie es gerade ist, soll es nicht bleiben.

 

Vielleicht zeigt sich das in Form von:

  • Druck in der Brust.
  • Ein Kloss im Hals.
  • Rückzug oder starke Reaktionen in Konflikten.
  • Das Gefühl, plötzlich wieder klein zu werden.

 

Diese Schutzmechanismen haben uns als Kind oft geholfen. Heute begrenzen sie uns – in Beziehungen, im Beruf oder darin, gut für uns selbst einzustehen.

Nicht alles, was uns geprägt hat, war offensichtlich dramatisch. Und trotzdem kann es traumatisch gewesen sein.

Gerade weil Mikrotraumata subtil und alltäglich wirken, bleiben sie oft lange unsichtbar – und dürfen dennoch gesehen und verarbeitet werden.

EMDR-Therapie