Als mein Körper zu schreien begann - Endometriose

Als mein Körper zu schreien begann: Meine Geschichte mit Endometriose

Es gibt Geschichten, die schreibt man nicht freiwillig. Sie schreiben sich durch Schmerzen, durch Verzweiflung, durch Ohnmacht. Und irgendwann – durch Wandlung.

Dies ist eine solche Geschichte. MEINE Geschichte über Endometriose, wie Heilung manchmal dort beginnt, wo wir sie für unmöglich halten.

Ich war 18, als mein Körper begann, mir Signale zu senden, die ich nicht verstand.

Jeden Monat derselbe Ablauf: wenige Tage vor meiner Menstruation ein stechender, schriller und lähmender Schmerz in der rechten Lungen- oder Lebergegend. So stark, dass Lachen und Atmen schmerzhaft waren. Laufen wurde zur Herausforderung, weil jeder einzelne Schritt wie eine kleine Erschütterung durch meinen Körper ging und in dieser Region ein stechender, messerscharfer Schmerz auslöste. Und jedes Mal, wenn die Blutung begann – ca. 1 – 2 Tage später – wurde der Schmerz noch intensiver.

Eine Woche pro Monat fiel ich aus. Eine Woche pro Monat lag ich flach. Eine Woche pro Monat wurde mein Leben klein und ausweglos.

Morphium. Tramal. Stark wirksame Medikamente, die nur kurze, bis keine Linderung brachten.

Zwischen den Zyklen war ich schmerzfrei. Drei Wochen völlig normal. Und eine Woche Ausnahmezustand. Monat für Monat. Jahr für Jahr.

Ich suchte Hilfe.

Zuerst bei Gynäkologen in Luzern. Dann in Zürich. Ich hörte Sätze wie: „Das hat nichts mit der Menstruation zu tun.“ Ich fühlte mich allein gelassen und ohnmächtig – obwohl ich wusste, dass mein Körper mir etwas zeigte, das offensichtlich niemand sehen wollte.

Erst viel später kam die Diagnose: Endometriose. Gebärmutterschleimhautgewebe, das sich im Körper ausbreitet, wo es nicht hingehört. Herden, die wachsen, bluten, entzünden, schmerzen. Zerstören.

Ich wurde mehrfach operiert. Laparoskopien. Laserungen. Hormonbehandlungen. Künstlich eingeleitete „Wechseljahre“. Monate ohne Zyklus, in der Hoffnung, der Körper würde sich beruhigen und die Endometriose-Herden kleiner werden lassen. Nichts davon brachte eine nachhaltige Veränderung.

Irgendwann kam der Punkt, an dem die Schulmedizin an ihre Grenzen stiess. Der Punkt, an dem ich selbst glaubte, keine Optionen mehr zu haben. Der Punkt, an dem Hoffnung leiser wird – aber nicht verschwindet.

Und genau dort begann etwas Neues. Nicht aus Überzeugung. Nicht aus Begeisterung. Sondern aus purer Verzweiflung.

Ich suchte zum ersten Mal komplementäre Hilfe – Bioresonanz. Und damit öffnete sich eine Tür, die ich nie gesucht hatte. Ich war skeptisch.

Ich glaubte nicht an Alternativmedizin. Ich hatte sie nicht einmal in meiner Krankenkasse eingeschlossen, weil ich sie für „unnötig“ hielt. Mein Mindset war klar: „Medizin wirkt. Alles andere ist Humbug.“

Doch nach jeder Sitzung spürte ich etwas, das ich nicht erklären konnte: Mehr Leichtigkeit. Weniger Schmerzen. Mehr inneren Raum, Frieden und Erkenntnisse.

Während dieser Therapie-Zeit mit Bioresonanz geschah etwas, das ich damals kaum in Worte fassen konnte: Ich hörte auf zu kämpfen. Ich sass eines Tages da und spürte plötzlich ganz klar, dass dieser Krieg gegen meinen eigenen Körper mich nur noch weiter erschöpfte. Das tönt jetzt ein bisschen komisch  – doch ich habe innerlich mit meiner Endometriose gesprochen. Ich sagte ihr: «Ich sehe dich und spüre dich vor allem. Du bist da. Und ich werde dich nicht mehr bekämpfen. Ich lasse ab von diesem inneren Krieg. Ich lebe mit dir – doch im Gegenzug lässt du mich in Ruhe. Kein Gegeneinander mehr, sondern ein friedliches Nebeneinander.»

Der Schmerz zwischen Lunge und Leber kam zwar weiterhin – aber er wurde schwächer, leichter, handhabbarer.

Ich brauchte keine harten Medikamente mehr. Ich funktionierte wieder. Ich lag nicht mehr eine Woche flach. Ich lebte wieder.

Meine Gynäkologin sagt bis heute: „Mit dieser Form und Grösse von Endometriose ist es eigentlich unmöglich, dass Sie schmerzfrei sind.“
Und doch bin ich es – seit über 20 Jahre.

Diese Erfahrung hat mein Weltbild verändert. Sie hat mich gelehrt, was der Körper kann. Welche Selbstheilungskräfte in uns liegen. Welche Wunder entstehen, wenn wir uns öffnen – für Neues, für Anderes, für Möglichkeiten jenseits des Bekannten.

Die Endometriose verschwand nicht – sie ist bis heute da – trotz Menopause. Und wahrscheinlich hat sie auch dazu beigetragen, dass ich zwei Fehlgeburten und eine Eileiterschwangerschaft erlebt habe.

Doch etwas Entscheidendes veränderte sich damals, auch wenn ich keine Ahnung habe, was genau passiert ist: Der Schmerz ging. Nicht die Erkrankung, sondern die monatlichen Qualen, die sie verursacht hatte. Es war, als hätte mein Körper endlich verstanden, dass er nicht länger schreien muss, um gehört zu werden.

Diese Erfahrungen haben mich letztlich auf meinen eigenen therapeutischen Weg geführt. Weil ich selbst erlebt habe, wie kraftvoll innere Prozesse sein können.

Ich möchte mit meiner Geschichte Mut machen: Mut, sich zu öffnen, neue Wege zu gehen und an jene innere Kraft zu glauben, die wir oft nicht erklären können, die aber dennoch wirkt – bewusst oder unbewusst.

Darum arbeite ich heute mit Hypnose und EMDR: Um Menschen nicht nur therapeutisch zu begleiten, sondern auch zu inspirieren, an ihr eigenes Heilungspotenzial zu glauben.

Ich begleite Menschen mit der inneren und klaren Haltung: Ich unterstütze achtsam, und immer im Vertrauen darauf, dass in jedem von uns Kräfte und eigene Ressourcen wirken, die heilen können – auch wenn wir sie nicht wirklich erklären können. Nicht als Ersatz zur Medizin, sondern als wertvolle Ergänzung.

Heilung kennt viele Wege. Und manchmal beginnt sie dort, wo wir zuletzt suchen.

Vielleicht berührt dich diese Geschichte, weil du auch nach einem neuen Weg suchst. Vielleicht, weil du deinem Körper wieder vertrauen möchtest. Vielleicht, weil du spürst, dass noch mehr möglich ist, als du bisher erlebt hast.

Wenn du das Gefühl hast, dass Schmerztherapie mit Hypnose oder EMDR dich begleiten dürfen – in Rothenburg bei mir – freue ich mich, dich auf deinem Weg zu unterstützen.

Ich halte den Raum. Ich gebe dir Sicherheit und begleitet dich auf deinem Weg der Veränderung.

⚓Raum halten. Sicherheit geben. Veränderung begleiten.